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Erfolg für den Fischschutz

Pressemitteilung 2016/12/12

Fischereiverband NRW setzt Auflagen gegen bereits gebaute und genehmigte Wasserkraftanlage an der Ruhr gerichtlich durch.

In einem Gerichtsverfahren am Verwaltungsgericht Arnsberg hat der Fischereiverband NRW gegen die Bezirksregierung Arnsberg erfolgreich geklagt.Eine von der Bezirksregierung Arnsberg genehmigte und durch Anordnung zum vorzeitigen Baubeginn bereits fertig gestellte Wasserkraftschnecke muss nun zum Schutz der Fische umgebaut werden.

Insbesondere müssen Nachbesserungen zur Auffindbarkeit vorgenommen werden. Zusätzlich darf die Wasserkraftanlage zum Schutz der Äsche in einem Zeitraum von sechs Wochen nicht betrieben werden.

Die Anordnungen des Gerichts im Einzelnen:

  1. Der Fischweg im Unterwasser der Anlage muss umgebaut werden. Der Einstieg in den Fischweg liegt mit 9 Metern zu weit von der Turbine entfernt. Der Ausstrom des Fischweges muss näher an die Schnecke gelegt werden.
  2. Einbau eines 20-mm-Rechens vor der Wasserkraftschnecke als Mindestschutz für abwandernde
  3. Fische.Jährliche Stilllegung der Anlage für 6 Wochen zum Schutz der Äsche und deren Nachkommen in einem Zeitraum vom 15.3 bis zum 30.04. eines jeden Jahres.

 

Derartige nachträgliche Anordnungen eines Gerichts sind bisher einmalig in Nordrhein-Westfalen.

Die Bezirksregierung Arnsberg hatte bei der Genehmigung den Fischschutz nicht ausreichend berücksichtigt. Das Gericht bestätigt damit die Auffassung des Fischereiverbandes NRW.

Der Standort der Wasserkraftanlage in Wehrstapel ist bisher die einzige Anlage, die im Rahmen der Arnsberger Potenzialstudie für Wasserkraft umgesetzt wurde. An dieser Potenzialstudie hatte der Fischereiverband seinerzeit heftige Kritik geäußert. Der Fischereiverband setzt sich für die Durchgängigkeit der Fließgewässer, den bestmöglichen Schutz für Fische an bestehenden Anlagen sowie gegen den weiteren Ausbau der sog. Kleinen Wasserkraft ein.

 

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