Der Landesfischereiverband bemüht sich intensiv um den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Aalbestände in heimischen Gewässersystemen. Dabei spielen Informationen über das Abwanderverhalten und die Wanderwege von der Lippe über den Rhein bis zur Nordsee eine entscheidende Rolle.
Im Rahmen einer Kooperation des LFV mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV, Abteilung 5), dem Wanderfischprogramm NRW, der Universität Köln (Zool. Institut, Forschungsstation Grietherbusch) und niederländischen Fachkollegen wurden im Dezember 2009 Blankaale mit Radiotranspondern (NEDAP-System) versehen und in der Lippe sowie im Rhein bei Köln ausgesetzt. Das von den Transpondern ausgesendete Signal wird durch eine Vielzahl von Empfangsstationen entlang der Wanderrouten im Rhein registriert. Die gewonnen Daten geben Aufschluss über Abwanderzeiten, Wandergeschwindigkeiten und den Weg der Aale durch das Rheindelta
Als katadrome Wanderfische ziehen die Aale als sog. Blankaale zum Laichen in die Sargasso-See im Westatlantik und legen dabei über 5000 km zurück. Der Internationale Rat für Meeresforschung hat den Bestand des Europäischen Aals als „außerhalb sicherer biologischer Grenzen“ eingestuft. Daher genießen Forschung an offenen Fragestellungen und intensive Bemühungen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung dieser interessanten und fischereilich wichtigen Art höchste Priorität.
