Split-Beam-Echolot

Funktionsprinzip eines (wissenschaftlichen) Echolots

Das Funktionsprinzip von wissenschaftlichen Echoloten unterscheidet sich zunächst nicht von dem herkömmlicher Echolote oder Fischfinder. Allerdings gibt es entscheidende Unterschiede bei der  Datenerfassung mit einer deutlich höheren Auflösung und der Möglichkeit der quantitativen Datenauswertung. Bei den so genannten Split-Beam-Echoloten ist der Schallkegel in vier Sektoren unterteilt. Diese Aufteilung ermöglicht die dreidimensionale Erfassung der Fische im Kegel und die Berechnung der Echostärken einzelner Echos bzw. Fische im Verhältnis zur Entfernung vom Schallgeber und zur Schallkegelachse. Durch die Verwendung verschiedener Formeln können anhand der registrierten Echostärken und Echos z. B. Fischlängen, Schwimmgeschwindigkeiten und Bewegungsmuster berechnet werden.

Das Ergebnis einer Echolotuntersuchung sind zweidimensionale Darstellungen, so genannte Echogramme. Man unterscheidet grundsätzlich zwei verschiedene Echogrammtypen (Amplitudenechogramm und Einzelechos), die abhängig von der Fragestellung zur Datenauswertung herangezogen werden.

Echogramm mit Gewässergrund und Fischechos im
Freiwasser

Die Berechnung von Fischdichten und Biomassen stellt diesbezüglich eine Besonderheit dar und ist nur durch den Einsatz wissenschaftlicher Echolote möglich. Die Geräte arbeiten üblicherweise mit Frequenzen zwischen 38 und 200 kHz. Aufgrund praktischer Erfahrungen haben sich Echolote mit einer Frequenz von 120 kHz für den mobilen Einsatz vom Boot und stationäre Untersuchungen bewährt.

Durch den kombinierten Einsatz von Echoloten und Satellitennavigationssystemen (GPS) können u. a. auch hydrographische Untersuchungen durchgeführt werden. Die Erstellung von Tiefenprofilen sowie zwei- und dreidimensionalen Tiefenkarten bieten sehr gute Möglichkeiten, mehr über die Morphometrie eines Gewässers und die Strukturen unter Wasser zu erfahren.

Echogrammtypen und Begriffsdefinition