Der LFV Westfalen und Lippe hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Einsatz von Echoloten und Sonaren zur Untersuchung fischereilicher Fragestellungen (Hydroakustik) beschäftigt. Seit dem Jahr 2001 werden verschiedene technische Systeme benutzt, um wissenschaftliche und praxisorientierte Fragestellungen zu bearbeiten. Dazu zählen u. a. die Erfassung von räumlichen und zeitlichen Verteilungsmustern von Fischbeständen und die Ermittlung von Fischdichten und Fischbiomassen im fischereilichen Management von Baggerseen und Talsperren. Seit dem Jahr 2007 kommt außerdem ein hochmodernes Sonarsystem (DIDSON) zum Einsatz, dass die Möglichkeiten zur Untersuchung von Fischen und ihrem Verhalten entscheidend erweitert. Mit dieser „akustischen Kamera“ können wichtige Informationen zum Verhalten von Fischen z. B. an Wasserkraftanlagen oder anderen Wanderbarrieren gewonnen werden. Zusätzlich eignet sich das Gerät hervorragend zur Erfassung von Fischwanderungen in Fließgewässern.
Der Landesfischereiverband verfügt auf dem Gebiet der Hydroakustik über weit reichende Kenntnisse zum praktischen Einsatz der Gerätschaften, zur Datenerfassung und -auswertung. Die Untersuchungen und Projekte werden durch die Mitarbeiter Dr. Marc Schmidt und Dipl.-Biol. Manuel Langkau durchgeführt und betreut. Die folgenden Erläuterungen und Darstellungen geben einen Einblick in das Arbeitsfeld und den praktischen Einsatz der Gerätschaften.
