Neue Ergebnisse zur Belastung von Fischen aus dem Dortmunder Hafen und dem Dortmund-Ems-Kanals mit Dioxinen und dioxinähnlichen PCB.
PCB und Dioxine in allen untersuchten Fischen unterhalb des EU-Höchstwertes. Fische aus dem Kanal noch geringer belastet als aus dem Dortmunder Hafen. LANUV hebt Verzehrverbot für Rotaugen auf. Grundlage für Angelverzicht im Dortmunder Hafen entfällt.
Der Landesfischereiverband Westfalen und Lippe e. V. hat im Juli eine Befischung des Dortmunder Hafens und des angrenzenden Dortmund-Ems-Kanals durchgeführt und die gefangenen Fische auf den Gehalt an Dioxinen und dioxinähnlichen PCB untersuchen lassen. Die Kosten für die Untersuchung wurden zu gleichen Teilen von der Fischerei und der Stadt Dortmund getragen.
Das Ergebnis ist eindeutig. Keine der 17 Fischproben überschritt den zulässigen Höchstwert von 8 pg/g. Die untersuchten Fische können ausnahmslos als verzehrfähig bezeichnet werden.
Untersucht wurden Fische der Arten Hecht, Rotauge, Brassen, Schleie und Flussbarsch. Beim Rotauge wurde die Mindestanzahl von 10 Exemplaren pro Art erreicht. Deshalb bescheinigt das LANUV in seiner Stellungnahme vom 27.09.2011 aus umweltmedizinischer Sicht Unbedenklichkeit für den Verzehr dieser Fische.
Damit ist der Weg frei für die Wiederaufnahme der Angelfischerei im Dortmunder Hafen.
Dass die Entwarnung des LANUV sich nicht auf alle Fischarten bezieht, ist der geringen Zahl untersuchter Fische zuzuschreiben.
Eine Sondersituation liegt beim sehr fettreichen Aal vor. Messergebnisse aus anderen Gewässern und Bundesländern weisen auf eine erhöhte Belastung bei dieser Fischart hin, die zu einer eingeschränkten Verzehrfähigkeit führt oder führen kann. Aus diesem Grund bleibt das Entnahmeverbot für Aale im Dortmund-Ems-Kanal von km 1,44 bis zur Schleuse Henrichenburg vorerst bestehen. Damit wird der Gesundheitsvorsorge für Angler, die selbst gefangenen Fisch verzehren, Rechnung getragen.
Weitere Untersuchungen durch das Land zur Aufklärung der Belastungssituation bei Aalen mit Dioxinen und dioxinähnlichen PCB werden gefordert.
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